Monday, 19.11.18
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Handwerkerpfusch

Handwerker-Pfusch und Rechte des Auftraggebers


Wofür geben Deutsche am liebsten ihr Geld aus? Einer Studie zufolge ist es weder das Auto oder er Urlaub, es sind die eigenen vier Wände. Neben neuer Anschaffungen für die Wohnung wird oft von Grund auf renoviert. Oftmals hat man aber weder die Zeit noch das Wissen um sein Haus oder seine Wohnung umzubauen. Es werden Handwerker beauftragt, die sich in ihrem Fachgebiet auskennen sollten. Zudem erstattet das Finanzamt die Renovierungskosten von Handwerkern bis zu maximal 1200 Euro pro Jahr mit der nächsten Steuererklärung. Voraussetzung ist hier: die Wohnung oder das Haus wird auch privat genutzt. Was passiert aber, wenn die Handwerksarbeiten mangelhaft ausgeführt wurden? Wichtig ist, hier rechtzeitig zu reklamieren.

Hat man den Handwerker ordentlich beauftragt und bezahlt, hat man im Falle von Gewährleistungsansprüchen das Recht auf Mängelbeseitigung. Wichtig ist hier, dass die Nachbesserungsarbeiten von derselben Firma ausgeführt werden. Sollte der Auftraggeber eine andere Firma damit beauftragen oder versucht er sogar selbst den Schaden zu beheben oder die Rechnung kürzen, löschen alle Gewährleistungsansprüche gegenüber dem Handwerker, der gepfuscht hat.

Das sollte der Auftraggeber wissen:

Nachbesserung verlangen!
Beauftragt der Auftraggeber einen Handwerker, so schließt er mit ihm einen sogenannten Werksvertrag. In ihm sind die Arbeiten festgehalten, die auszuführen sind, z.B. die Verlegung von Fliesen. Der Handwerker ist nun laut BGB wiederum verpflichtet, ein Werk ohne Mängel abzuliefern (§ 633 BGB). Das heißt im Klartext: Der Kunde ist mit der Ausführung zufrieden, es sind keine Mängel vorhanden. Sollte dies nicht der Fall sein, sollte der Auftraggeber folgende Schritte einleiten:

Eine Frist zur Mängelbeseitigung setzen!
Wichtig ist hier die Dokumentation, bevor die Ausbesserung erfolgt. Hier kann der Auftraggeber den Mangel in Eigenregie beseitigen oder beseitigen lassen. Zudem kann er von der pfuschenden Handwerksfirma Kostenersatz verlangen. Der Auftraggeber kann sogar vom Vertrag zurücktreten oder die Bezahlung kürzen.

Vorsichtig bei Schadenersatz:
Sollte ein Handwerkerpfusch vorliegen, so muss man der Handwerksfirma die Gelegenheit geben, innerhalb einer gesetzten Frist die Mängel zu beheben. Es reicht nicht, einfach die Rechnung zu kürzen. Die Handwerksfirma könnte den Restbetrag gerichtlich einklagen. Hier noch mal nachzulesen.

Abnahmeverweigerung:
Sollten schwere Mängel erkennbar sein, sollte der Auftraggeber schriftlich eine Frist setzen, in der die Mängel zu beheben sind. Er sollte auf alle Fälle die Abnahme so lange verweigern, bis alles zur Zufriedenheit ausgeführt wurde. Bis zur schriftlichen Abnahme ist der Auftraggeber nicht verpflichtet, den Handwerker zu bezahlen (§ 641 BGB). Allerdings darf die Abnahme nur bei ersichtlichen Mängeln verweigert werden. Sollten nur kleine Mängel vorhanden sein, so muss der Auftraggeber die ausgeführten Arbeiten abnehmen. Selbstverständlich kann er trotzdem eine Beseitigung der Mängel einfordern und darf zudem nach dem Zurückbehaltungsrecht nach § 641 Abs. 3 BGB bei Mängeln der Werkleistung: "mindestens in Höhe des Dreifachen der für die Beseitigung des Mangels erforderlichen Kosten" einbehalten. Der Kunde listet in einem Abnahmeprotokoll alle Mängel auf, damit alles schriftlich festgehalten wird und später keine Unstimmigkeiten auftreten können.

Gesetzlich hat der Handwerker ein zweifaches Nachbesserungsrecht. Sollten danach die Mängel noch immer vorhanden sein, kann der Auftraggeber seine Rechte durchsetzen. Das bedeutet: er kann einen anderen Handwerker für die Mängelbeseitigung beauftragen und der Handwerker der den Pfusch verursacht hat, bekommt dann diese Rechnung. Zudem kann er nun sogar Schadenersatz einklagen, sollten größere finanzielle Ausgaben wegen des Handwerkers aufgelaufen sein (Hotelrechnung) oder eine Minderung des Preises verlangen.

Zusätzlich ist noch zu erwähnen, dass Schäden, die erst später auftreten auch noch der Gewährleistung unterliegen. In der Regel dauert diese zwei Jahre, bei Bauwerken mit einem Bauträger dauert diese sogar fünf Jahre.



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